ZUFALL
ODER
SCHICKSAL?!

WIE ALLES ENTSTAND

Sano Madad ist entstanden aus der privaten Initiative von Siegi Rasp aus Emmerting.
Auf einer seiner vielen Reisen rund um die Welt bereiste er Nepal und Tibet bereits in den 70er Jahren. Beim Drachenfliegen im Himalaya Gebirge, am 5.000 Meter hohen Kyanjin Ri, stürzte der Extremsportler ab und brach sich unter anderem beide Beine und mehrere Rippen.

Sich selbst und fast schon dem Tod überlassen, schleppte er sich Meter für Meter in Richtung des Dorfes Langtang,  in dem er zuvor Unterkunft gefunden hatte. Inzwischen hatten sich dessen Bewohner – nachdem ihr Gast nicht mehr zurückgekommen war – auf die Suche nach ihm gemacht. Schließlich fanden sie den Verletzten. Mit Yaks brachten sie ihn ins drei Tagesmärsche entfernte Krankenhaus in Kathmandu. Siegfried Rasp war gerettet.

Wieder in Deutschland angekommen gründete er seine Privatinitiative, die fortan die Bewohner der Bergregion Langtang unterstützte, vor allem die Kinder.

FLUCHT, ARMUT -
NEUE PERSPEKTIVEN 

HINTERGRUND DER FAMILIEN

Bei den Schützlingen von Sano Madad handelt es sich nicht um einheimische Nepalesen, sondern um buddhistische Exil-Tibeter, deren Großeltern nach der gewaltsamen Annexion Tibets durch die Volksrepublik China in das südliche Nachbarland Nepal geflohen waren. Dort leben sie nun in der kargen Bergregion Langtang – einem Nationalpark fernab von jeglicher Zivilisation – in einem der 10 ärmsten Länder der Erde.

In den Familien wird nur Tibetisch gesprochen. Die Eltern der Kinder sind Analphabeten und ohne jegliche Schulbildung. Im Norden liegt die Grenze zu Tibet, wohin diese Flüchtlinge nicht zurückkehren können. Die nächste Zivilisation befindet sich im Süden, im drei Tagesreisen entfernten Kathmandu. Die Amtssprachen dort sind Nepali und Englisch, zwei sowohl in Wort als auch in Schrift völlig andersartige Sprachen.